Die FKT in die Zukunft führen: Die Kandidaten stellen sich vor
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der FKT am 30.9. im Rahmen der 7. Fachmesse Krankenhaus Technologie mit Fachtagung Technik im Gesundheitswesen in Gelsenkirchen stehen bedeutende Neuwahlen an: Es gilt, den kompletten Geschäftsführenden Vorstand neu zu besetzen. Vielversprechende Kandidaten stehe in den Startlöchern, um die Fachvereinigung in die Zukunft zu führen.
Für die Technik wegweisend sein: Heiko Drews kandidiert für das Amt des FKT-Präsidenten
Seine Leidenschaft für Krankenhaustechnik treibt Heiko Drews an, sich über seine herausfordernde Stellung im Krankenhaus hinaus für die Community der Technischen Leiter zu engagieren. Nach vier Jahren, in denen der Gesamtleiter Bau und Technik bei den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis im FKT-Berater-Stab tätig war, kandidiert er nun für das Amt des Präsidenten der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT).
„Ich brauche ein gutes Team.“ Diese Devise legt Drews seiner Arbeit als Technischer Leiter ebenso zugrunde wie seinem Engagement in der FKT. Dieses „Team“ aus Technischen Leitern, Planern, Architekten, Industrievertretern und anderen Technikbegeisterten, das in der FKT Know-how und Best Practice teilt, ist für ihn weit mehr als nur Wissensplattform. „Hier finden wir Technischen Leiter Rückhalt und Verständnis für unser „Exotendasein“ in den Kliniken“, sagt Drews. Gerade auch für jüngere Technische Leiter und Quereinsteiger in kleineren Häusern möchte er Ansprechpartner und wegweisend sein:
Die Krankenhaustechnik steht vor einem enormen Technologiesprung. Neue Technologien wie KI, Robotik, Sensorik, der digitale Zwilling, um nur einige Beispiele zu nennen, sollten schnell ihren Weg in die Krankenhäuser finden. „Wir müssen klimaneutral, krisen- und katastrophen-resistent werden. Diese Aufgaben erfordern mehr denn je Schwarmintelligenz. Als Fachvereinigung können und müssen wir unsere Mitglieder dabei unterstützen, die erforderlichen Innovationen zu managen und im Dialog mit den Herstellern, bestmögliche Lösungen erarbeiten. Das ist meine Passion. Im Krankenhaus ebenso wie in der FKT“, sagt Drews.
Der Technik eine Stimme geben
Wichtig ist ihm außerdem, der Technik eine Stimme zu geben, um in der Politik, Branchen- und Gesetzesgremien gehört und mit den Interessen der Technik wahrgenommen zu werden. Dass ohne Technik im Krankenhaus nichts läuft und dass gute Technik nicht nur Geld kostet, sondern im Idealfall zur Effizienz und Leistungsstärke des klinischen Betriebs beiträgt, möchte Drews an den entscheidenden Stellen kommunizieren.
Eine weitere Herzensangelegenheit ist es dem 47-jährigen Vater von zwei Kindern außerdem, mehr Frauen für Krankenhaustechnik zu begeistern. „Die weibliche Sicht auf die Dinge ist oft eine ganze andere als die von uns Männern. Insofern liegt mir viel daran, mehr Frauen und damit einen weiteren Blickwinkel ins Team zu holen“. Um Nachwuchs zu gewinnen, bildet der gelernte Elektrikermeister in seiner Klinik selbst aus. Das Konzept bewährt sich und soll auf andere Techniksparten ausgedehnt werden. „Unsere Azubis lernen neben der Elektrik auch gleich die Besonderheiten des Klinikbetriebs mit kennen und können sich laufend weiterqualifizieren. Das ist die beste und sicherste Antwort auf den Fachkräftemangel.“ Drews selbst kommt ebenfalls aus der Praxis. Schon während seiner Ausbildung zum Elektriker war er in erster Linie in Krankenhäusern tätig. Dieses besondere Einsatzgebiet hat ihn nicht mehr losgelassen. Mit dem Meisterbrief in der Tasche übernahm er in verschiedenen Krankenhäusern sukzessive mehr technische Verantwortung bis hin zu seiner heutigen Position, in der er seit drei Jahren Bau und Technik von sechs Krankenhäusern und 4 Altenheimen managt.
„Technik im Krankenhaus ist so vielfältig, dafür lebe ich“. Diese Faszination für seinen Beruf möchte Drews als Präsident der Fachvereinigung Krankenhaustechnik ebenso weitergeben wie seine Erfahrungen. „Es muss Spaß machen.“ Mit diesem Credo will er nicht nur die Krankenhaustechnik, sondern auch die Fachvereinigung Krankenhaustechnik in die Zukunft führen.
„Krankenhaustechnik ist Erfolgsfaktor“: Dr. Mandana Banedj-Schafii kandidiert für das Amt der FKT-Vizepräsidentin
Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) ist die bisherige Leiterin des FKT-Projektes Internationale Zusammenarbeit Dr. Mandana Banedj-Schafii. Die Geschäftsführerin von mandamehr – Institut für Raum und Gesundheit und medmehr ist seit 22 Jahren im Gesundheitswesen tätig und bestens vernetzt.
Ihre ersten Berührungspunkte mit dem Krankenhaus hatte die Bauingenieurin im Rahmen ihrer Promotion zum Thema Prozessoptimierung hochkomplexer Gebäude am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Schon hier wurden die Wurzeln für ihr besonderes Augenmerk auf Schnittstellen und die ganzheitliche Betrachtung der zahlreichen in einem Krankenhaus interagierenden Technologien sowie den sie umgebenden Raum als Basis für optimale Behandlungsprozesse gelegt.
Schafii begleitete Krankenhausprojekte im Iran, Afghanistan und in Deutschland, bevor sie im Auftrag von WISAG die operativen Services für Krankenhäuser koordinierte und damit Technik im Krankenhaus mit all ihren Facetten erlebte. Vor zehn Jahren wagte sie schließlich den Sprung in die Selbständigkeit und begleitet mit ihrem Unternehmen medmehr den Betrieb von medizintechnischen Geräten über den gesamten Lebenszyklus. Während medmehr als operativer Servicedienstleister wirkt, bietet mandamehr Beratungs- und Planungsleistungen im Bereich der Technik und Logistik an. Das vom Institut betriebene Real Labor „green health LAB“ bietet Krankenhausbetreibern, Herstellern und Forschungseinrichtungen einen Raum für die Entwicklung und Optimierung von Gesundheitsversorgung.
Nachhaltigkeit, Resilienz, Brauchbarkeit, Praktikabilität, Effizienz und Automatisierung gehören ebenso zu ihren Themen wie Healing Environment und Sicherheit. Wissenschaftliches Arbeiten, technische Kompetenz und praktische Umsetzung bilden bei mandamehr ein stimmiges Ganzes. Damit decken sich die Ziele ihres Unternehmens eins zu eins mit denen der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) und so liegt es für die auch international bestens vernetzte Expertin in Sachen Krankenhaustechnik auf der Hand, sich über die berufliche Ebene hinaus ehrenamtlich für ihre Sache zu engagieren.
Als Vizepräsidentin der FKT möchte die 51-jährige Mutter von zwei Kindern den anstehenden Technologiesprung in Richtung Digitalisierung und Automatisierung/Robotik aktiv mitgestalten, Gesundheitseinrichtungen in eine klimaneutrale und sichere Zukunft führen, älteren und anspruchsvolleren Patienten mit klug gestalteten Gebäuden und technischen Hilfsmitteln gerecht werden und sinnvolle technische Antworten auf den Fachkräftemangel finden.
Mit diesem Auftrag plant Schafii, Technik noch stärker als strategischen Erfolgsfaktor für das Gesundheitswesen zu positionieren. Eines ihrer zentralen Anliegen ist es, die Bedeutung von Technik für ein leistungsstarkes Gesundheitswesen auch politisch noch deutlicher zu untermauern. Sie ist überzeugt: „Technische Kompetenz muss stärker in Management- und Politikentscheidungen eingebunden werden. Die FKT sollte als unverzichtbarer Ansprechpartner für Politik, Krankenhausgesellschaften und Industrie wahrgenommen werden.“
Gleichzeitig beabsichtigt Schafii, die FKT als führende Plattform für technische Weiterbildung im Gesundheitswesen weiterzuentwickeln und auszubauen. Dabei möchte sie noch mehr auch internationale Erfahrungen einbinden und im Gegenzug deutsche Expertise in internationalen Partnerverbänden und Gremien wie nicht zuletzt auch der WHO sichtbar machen. Denn: „Herausforderungen kennen keine Landesgrenzen“.
Als Netzwerk und Wissensplattform plant Schafii, FKT-Mitgliedern passgenau, optimal aufbereitet und niederschwellig aktuell den State of the Art zu spiegeln und damit vor allem auch Nachwuchs für das Berufsbild Krankenhaustechnik und die FKT zu gewinnen. Sie möchte und wird für Technik begeistern, mit Technik etwas bewegen, und damit die Wahrnehmung der Technik als unverzichtbaren Leistungsträger im Gesundheitswesen schärfen.
Die FKT-Finanzen leiten: Tim Hermisson kandidiert für das Amt des FKT-Schatzmeisters
Tim Hermisson ist Kandidat für das Amt des FKT-Schatzmeisters. Der Elektrotechniker mit Fachrichtung Automatisierung plant im Auftrag des Ingenieurbüros Wicke Elektrotechnik seit 13 Jahren elektrische Anlagen jeder Größenordnung. 90 Prozent seiner Kunden sind Krankenhäuser mit meist sehr komplexen Großanlagen. Und so entstand auch der Kontakt zum langjährigen Leiter der FKT-Finanzen, Christop Franzen. In dessen Fußstapfen möchte Hermisson nun treten.
„Ich habe in meinem Beruf sehr viel mit Zahlen zu tun und freue mich darauf, die für die FKT wichtigen Beträge und Geldgeschäfte künftig mit im Auge zu behalten“, erklärt der 45-jährige Familienvater. Als aktiver Player in diesem für ihn einzigartigen Netzwerk aus technischer Fachkompetenz mitzuwirken, sieht er als große Chance, aber auch Auftrag. Die FKT als Plattform für Austausch und Wissensvermittlung zu bewahren und weiterzuentwickeln ist ihm eine Herzensangelegenheit. Hermisson möchte vermitteln, dass diese Zeit nicht nur schwierig ist, sondern auf das Positive hinweisen und – ganz wichtig – das inspirierende und konstruktive Miteinander in der Fachvereinigung Krankenhaustechnik nicht nur genießen, sondern aktiv gestalten und weitergeben.
Wenn ihm seine drei Kinder und die erforderlichen Arbeiten in Haus und Hof, die er als begeisterter Heimwerker natürlich selbst erledigt, die Zeit dafür lassen, geht Hermisson laufen. Dabei schöpft er Kraft und Kreativität für seinen Beruf und künftig für sein neues Ehrenamt.
Maria Thalmayr