Aus der ADR-Mediathek: Wie krisenfest sind unsere Krankenhäuser wirklich?
Ein Cyberangriff, ein gezielter physischer Angriff, Sabotage, ein technischer Ausfall oder eine Naturkatastrophe können die medizinische Versorgung innerhalb kürzester Zeit erheblich beeinträchtigen. Wie gut sind deutsche Kliniken auf solche Szenarien vorbereitet?
Die ARD-Reportage „Im Ernstfall verletzlich – Wie krisenfest sind unsere Krankenhäuser?“ zeigt anhand konkreter Beispiele aus dem Universitätsklinikum Frankfurt, der Berliner Charité und dem St.-Antonius-Hospital Eschweiler, wie verwundbar kritische Versorgungsstrukturen sein können.
Deutlich wird: Resilienz im Krankenhaus bedeutet mehr als IT-Sicherheit. Entscheidend sind:
- eine systematische Risiko- und Bedrohungsbewertung,
- der Schutz vor physischen Angriffen, Sabotage und unbefugtem Eindringen,
- die bauliche, technische und organisatorische Sicherung kritischer Bereiche und Versorgungseinrichtungen,
- belastbare Notfall- und Krisenpläne,
- klar definierte Verantwortlichkeiten,
- regelmäßige Übungen und eine funktionierende Kommunikation.
Gerade im Kontext von KRITIS und NIS2 liefert die 44-minütige Reportage wichtige Denkanstöße für Krankenhausbetreiber, Sicherheitsverantwortliche und alle, die sich mit der Resilienz kritischer Infrastrukturen beschäftigen.
Zur Reportage in der ARD-Mediathek.
Wie gut ist Ihre Organisation auf gezielte Angriffe oder einen länger andauernden Ausfall kritischer Systeme vorbereitet?
Gerhard Link, Leiter des FKT-Projektes Sicherheit im Gesundheitswesen und Sicherheitsberater